Unspectacular!

Erwachsensein

Nun liebe Kinder,
ich erzähle euch nun eine Geschichte.
Auch ich war einst ein Kind und träumte.


Träumte von großen Taten,
Dinge, die auf mich warten,
wollte schnell erwachsen sein,
mir bei andren kein Geld leihn.

Wollt schnell hoch hinaus,
ein Leben in Saus und Braus,
gab auch wirklich alles dafür,
putzte dafür sogar fremde Tür'.

Nun leb' ich den Traum,
oh, ich glaub es kaum,
bin komplett autark,
und jetzt hab ich den Salat.

Es ist als ob ich platze,
ein Bär gäbe mir seine Tatze,
es ist zum Mäuse melken,
Stimmt. Ich besitze keine Nelken.

Vielleicht würden die mich aufmuntern,
säße ich nicht ständig vor Computern,
da zähle ich auch das Handy heut',
denn das kann mehr als ein PC vor 15 Jahren, liebe Leut'.

Tja, Erwachsensein macht müde,
es ist ausserdem ziemlich trübe,
man muss Prioritäten setzen
und nicht den Trieben sich ergötzen.

Plötzlich braucht man einen Drucker,
PC und Bewerbungen, ganz locker,
Dinge, an die man so nicht dachte,
über die man bei anderen vorher lachte.

Nun seit gewarnt und genießt,
dass ihr Kinder seid und liest,
damit ihr gewappnet seid,
denn auch für euch ist es bald soweit.

1.3.18 21:20, kommentieren

Mittelfinger

Endlich habe ich's geschafft,
hab mich vom Elternhaus aufgerafft,
hab einen Job und dazu Geld,
eine Wohnung und alles Essen der Welt!

Ich bin oben auf und habe Mut,
wenn du anrufst geht's mir freilich gut,
dass In der alten Zeitung les' ich nicht,
in der Gastro bestell' ich kein Gericht!

Weiblicher Solobesuch bleibt leider aus,
Erfolg und Mädels - so ein Quatsch, ein Graus,
Der Nachbar werkelt, "Hör mal wer da Hämmert",
Meine Nerven, ich glaub, ich bin schon ganz belämmert!

Mama sagt, "Bitte denk an die Arbeit",
"Feiern nur, nach Feierabend in der Freiheit"
Hatte ich gemeint, Recht behielt sie
Doch glauben will ich irgendwie nie!

Papa meint: "Geh nicht vor dem 1. ans Geld"
"Red' nicht so, ich kaufe was mir auch gefällt"
sagte ich in einer großen Spur Großkotzigkeit,
ich merk es, mir tut es langsam richtig leid!

Irgendwann muss es jeder sehen,
Irgendwann muss es jeder verstehen,
Irgendwann ist die Jugend vorbei,
Irgendwann ist es alles einerlei.

Jung, hochnäsig, besserwissend und arrogant,
Sind gleich viele vor mir schon weggerannt,
doch denk' ich nicht dran mich zu ändern,
denn was will ich schon? Bestimmt Kentern!

Ich will's mir beweisen, mir zeigen
,mich nicht vom Weg abneigen,
hämmert der Nachbar noch so laut,
bei den Eltern mit 24 ist man Out!

Und ist das Geld 2 Wochen vorm Zahltag weg,
neige ich jetzt zu Hamsterkäufen und dem Bett,
Schwirrt mir der Kopf nach der Arbeit,
nehm ich mir erstmal für mich selbst Zeit!

16.12.17 13:30, kommentieren

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