Unspectacular!

Weis[s](heit?)

Glaube ist ein irreführendes Wort.
Zunächst gibt es in sich einen Halt,
es reicht und wühlt tief in den Seelenwald.
Doch letzlich ist nichts gebührendes an Bord.

Es ist so: Hält man all zu lange daran fest,
so führt es gleitend leise zum geistigen Abort.
Ist man erst im Sog, reißt er dich hinfort.
Man kerkert sich ein, wenn man es zulässt.

Hier und da gibt es ein gleißend', strahlend' Licht,
dort und ebenda keinen verdächt'gen Widerstand.
Auch mal an diesem Platz ambivalent zugewandt.
Doch verloren im Glauben sieht man sich selbst nicht.

Blind geht man weiter darauf ein,
ein Tausch mit Gott? War's der Teufel?
Dieser täuscht, bietet besten Wein geträufel'.
Letzendlich nur ein Schein im Sein in uns'rem Gebein?

Die Antwort daurauf ist da im Keim:
"Glaube lieber nicht, es bringt nur Pein,
Kummer, Verletzung und mehr herein,
wer ohne Sünd' ist, werfe den ersten..."

18.9.20 23:28, kommentieren

Sehnsucht

Der Feldweg ist unscheinbar,

doch bekannt, vertraut,

 was hier schon zu sehen war,

sag' ich lieber nicht ganz  so laut.

 

Er geht durch einen kleinen Wald,

 von Blättern getrennten Lichtkegel durchzogen,

Ein Zwitschern durch ihn hallt,

Sind hier die Wege miteinander verwoben.

 

Hier lasse ich die Seele streifen,

den Geist klarer werden,

kann Die Welt wieder begreifen,

 klare Ideen gebären.

 

Viele Hügel sind um den Wald zu sehen,

mit Feldern unterschiedlicher Art,

Wie gerne würde ich hier länger stehen,

Noch auf demselben Pfad.

18.5.20 17:35, kommentieren

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