Unspectacular!

Tag ungezählt: Was sind Titel?

Ohne mist, ich hab nur einen englischen Titel dafür: One hell of a ride.

Eha. Das war eine Zeit. Ich habe gemerkt, dass ich auf einem extrem hohen Dopaminlevel durch die Welt laufen muss. Aufgrund der Quarantäne und weil die Welt ist wie sie ist (nämlich vernetzt) nutze ich jeden Tag von Morgens bis Abends elektronische Geräte. - aber das nicht seit gestern. Es ist mehr so, dass ich einfach zu der Generation der "Digital Natives" gehöre, ich bin als eine der ersten Generationen in Symbiose mit dieser Technologie aufgewachsen.

Das teuflische daran ist, dass im Verhältnis zu meinen Eltern als Beispiel genannt ich kaum ruhig sitzen kann ohne ein elektronisches Gerät in der Nähe. Dopamin kann also sogar wie eine Droge gesehen werden.
So und jetzt wird in meiner Arbeit mir die ganze Bandbreite an Beschäftigungen noch geboten, die Dopamin (Aufmerksamkeit, usw.) ausschütten. Mal abgesehen vom Wahnsinn, dass ich ohnehin gut vernetzt bin und damit das Dopaminsystem eh schon ausgelastet ist.

Also: Im Sinne der vorigen Einträge werde ich mich da mal ein wenig "Detoxen". https://www.youtube.com/watch?v=9QiE-M1LrZk - hierher kommt die Idee. Letzten Endes geht es für mich dabei darum, etwas mehr Teppich wieder unter die Füße zu kriegen.

Ich denke ich bin da einer großen Sache bei mir selbst auf der Spur, warum ich manchmal einfach nicht satt werde im übertragenen Sinne.

Was in der Zwischenzeit sonst noch so passiert ist

Ich komme mit meinem Vermieter gut aus. Es ist oft anders als man denkt und kommt auch so. Ich habe zwischenzeitlich - wie wahrscheinlich alle - echt an meinem Verstand gezweifelt und teilweise in manchen Bereichen des Lebens stark abgebaut, in denen ich vorher sehr ambitioniert war. Positiv ist die Tatsache, dass ich für die Lebenserhaltung nicht mehr so viel Geld ausgebe. In der Woche wird zwei bis drei mal gekocht und das reicht dann auch für die Woche. Das macht, je nach Gericht und was so für Nebenkosten anfallen (Vielleicht mal die Kartoffeln nachkaufen, oder die Zwiebeln) in der Woche nicht mehr als 25€ aus. Da ich einige Durststrecken im Leben hatte kann ich durchaus mir mal auch einen Schweinsbraten leisten oder dergleichen - nur schmeckt der selbst gemacht viel besser.

Nachdem die Kontaktsperre aufgehoben ist kann ich auch endlich meinen Gitarrenkurs wieder besuchen. Da geht es in den nächsten Tagen nahezu täglich weiter. Ich mache glücklicherweise da auch zügig Fortschritte, nachdem ich mich über Jahre autodidaktisch mit den Grundelementen der Musik und des Gitarrenspiels vertraut gemacht habe.

 Auch habe ich einige Kontakte wieder näher aufleben lassen, was irgendwo aus der Situation mit Corona heraus einfach zustande kommt. Ich habe das Gefühl, bedingt durch Corona, dass die Menschen einfach Kontaktfreudiger geworden sind - inklusive mir natürlich.

Für die Zukunft

Ich habe durch die Lockerungen gemerkt, wie wichtig es für mich ist, realen Kontakt wieder zu Menschen zu haben. Da bin ich nichtmal der Einzige. Also ist der Detox ein nützlicher Schritt. Die dadurch entstandene Zeit werde ich dann z.b. mit dem Gitarrenspiel überbrücken oder nutzen um etwas zu machen, was mir kaum bis wenig Spaß bereitet.

23.4.20 21:37

Letzte Einträge: Emesis: Despair, Tag 1: Nudeln mit Tomatensoße, Tag 3: Dokumentarfilme und Schlaf, Tag 4: Süßigkeiten und Langeweile, Sehnsucht

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